Samstag, 28.10.2017


Was ist eigentlich ein "Problem"?

Problemlösung durch Bewusstseinsveränderung

 

Der Erfinder Charles Kettering hat einmal gesagt: "Ein gut beschriebenes Problem ist ein Problem, das bereits halb gelöst ist." Albert Einstein schloss sich an und sagte: "Wenn mir 1 Stunde gegeben würde, um die Welt zu retten, würde ich 59 Minuten damit verbringen, das Problem zu definieren und 1 Minute um es zu lösen."

Auch wenn diese klugen Köpfe damals einen neuen und einfacheren Weg dargelegt haben, um Problemstellungen anzugehen, repräsentieren ihre Aussagen die noch immer vorherrschende Auffassung, dass ein Problem gelöst werden muss.

 

Denken wir für einen kurzen Moment an ein Problem, vor welchem wir in unserem Leben gerade stehen. Was passiert in unserem Körper?

Sobald wir unser Problem in den Mittelpunkt stellen, werden wir merken, wie sich unsere Brust zusammenzieht und unser Herzschlag gleichzeitig schneller wird. Unser Körper zeigt sofort nicht nur eine psychologische, sondern auch eine physiologische „fight-or-flight“ Reaktion beim bloßen Gedanken an das Problem. Glauben wir wirklich, dass wir in so einem Zustand Zugang zu all unserem Wissen und Sinnen haben?

Und warum scheint es oft, dass die Probleme, die wir am meisten versuchen zu lösen, auch die hartnäckigsten in unserem Leben sind?

Betrachten wir dieses Phänomen einmal aus einer energetischen oder quanten-physikalischen Sicht:

Aus der Quantenphysik wissen wir, das wir mit unserem Bewusstsein unsere Realität erschaffen. Alles besteht aus Energie und auch unsere Gedanken und Emotionen beinhalten höchst konzentrierte elektromagnetische Energie. Sobald wir also Bewusstsein (Gedanken & Emotionen) in eine Sache bringen, verhält sich diese unseren Erwartungen entsprechend. Durch unser Denken, unser Gefühl und unsere Erwartungen kreieren wir konstant unsere eigene Realität, egal ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Einfacher gesagt: Energie folgt immer der Aufmerksamkeit.

Was passiert also, wenn wir uns über die Lösung eines Problems den Kopf zerbrechen? Auch wenn unsere Gedanken lösungsorientiert sind, sind wir doch mit unserer Aufmerksamkeit zwangsmäßig bei dem Problem und halten es somit am Leben. Es ist also ein schmaler Grat zwischen Problem-Lösung und Problem-Verstärkung. Viele von uns glauben, das Erste zu tun, wenn sie eigentlich das Zweite machen. Es sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Man kann nicht eine Medaille aufheben, ohne beide Seiten in der Hand zu haben. Auf der einen Seite ist das Problem, auf der anderen die Lösung. Und genau deshalb sind viele unserer Probleme so hartnäckig in unserem Leben verwurzelt.

 

Dieser Unterschied ist sehr fein und subtil und oft eines der schwierigeren Konzepte, wenn man anfängt, sich mit universellen Prinzipien zu beschäftigen. Es ist äußerst schwierig, über einen Wunsch nach etwas zu sprechen oder nachzudenken, ohne über die Abwesenheit dessen zu sprechen oder nachzudenken. Der Wunsch nach der Lösung eines Problems bedeutet, dass die Lösung noch nicht da ist. Es bedeutet, dass das Problem in deinem Leben noch existiert. Während wir denken, dass wir uns auf die Lösung fokussieren, führt der alleinige Gedanke, das Problem lösen zu wollen, dazu, über das Problem nachzudenken.

 

Doch was machen wir nun - wir wollen ja eine „Lösung“!

Albert Einstein hat später dieses Paradox erkannt als er sagte: „Kein Problem kann auf derselben Bewusstseinsebene gelöst werden, auf der es entstanden ist.“

Diese Aussage ist tiefgründiger als sie auf Anhieb scheinen mag, auch wenn Einstein das Wort „lösen“ benutzten musste, um seinen Standpunkt deutlich zu machen. Einstein hat erkannt, dass keine Lösung leicht zugänglich ist, wenn man kontinuierlich auf derselben Bewusstseinsebene verweilt oder das Problem von demselben Blickwinkel betrachtet. Denn auf dieser Ebene sind wir durch unsere vorherrschenden, limitierenden Glaubenssysteme eingeschränkt – die Glaubenssysteme, die das Problem ursprünglich verursacht haben. Wenn wir es jedoch schaffen, unseren Blickwinkel zu verändern und das Problem von einer anderen, höheren Warte heraus betrachten, wird sich das ursprüngliche Problem lösen und kein Thema mehr sein.

Indem wir uns nun auf eine andere Bewusstseinseben begeben, haben wir die Ausgangsbedingungen, die das Problem ursprünglich verursacht haben, überwunden. In anderen Worten, wir begeben uns in einen Bewusstseinszustand, in dem kein Problem gelöst werden muss.

Dieses Konzept mag auf den ersten Blick wie eine idealistische und vielleicht sogar utopische Lebensweise klingen, die im Alltag schwer umzusetzen ist. Aber wir haben diesen Übergang in andere Bewusstseinsebenen schon tausendmal in unserem Leben gemacht ohne es zu realisieren! Denken wir nur an die jetzt belanglos scheinenden Probleme, die uns als Teenager Sorgen bereiteten. Wenn heute ein Teenager mit diesen Sorgen zu uns kommen würde, würden wir wahrscheinlich in uns hineinschmunzeln und ihnen sagen, dass letztendlich alles gut werden wird. Wir haben die Bewusstseinsebene, auf welcher wir als Teenager waren, verlassen und die Probleme von damals scheinen nun aus der höheren Perspektive trivial oder kleinlich.

Die äußeren Gegebenheiten haben sich nicht verändert, aber wir haben uns verändert.

Jedoch ist es für jemanden, der noch auf der „problemverursachenden“ Ebene ist, schwierig über die Probleme oder Sorgen, die in diesem Moment seine oder ihre Welt ausmachen, hinwegzusehen.

Bedingt durch die verbreitete Art mit Problemen umzugehen, sind die meisten von uns konditioniert, erstmal negativ zu reagieren sobald wir Schwierigkeiten begegnen. Und das ist auch in Ordnung.  Aber wir können uns sofort ins Gedächtnis holen, dass wir die Situation wahrscheinlich von der Warte eines wütenden Teenagers betrachten, der es (noch) nicht besser weiß. Wie würde ein liebevoller Elternteil die Situation wahrnehmen?

„Kein Problem kann auf derselben Bewusstseinsebene gelöst werden, auf der es entstanden ist.“

Also ist die einzige Lösung zu dem Dilemma grundsätzlich von einer anderen Bewusstseinseben zu agieren.

 

Doch wie kommen wir auf eine andere Bewusstseinsebene?

Auch zu dieser Fragestellung hat Einstein seinen Beitrag geleistet: „Logik bringt dich von A nach B. Fantasie bringt dich überall hin.“ Und er wusste von was er sprach! Oder wie konnte er sonst all diese lebensverändernden Entdeckungen hervorbringen? Indem er sich bewusst auf eine andere Bewusstseinsebene, als die derzeit vorherrschende, eingestellt hat, hat er sich auf eine Ebene gebracht, von welcher aus er andere „Blickwinken“ einnehmen und andere „Wahrheiten“ empfangen konnte. Diese waren damals völlig unterschiedlich zu den existierenden Paradigmen und deshalb bahnbrechend und richtungsweisend. Heute sind Einsteins Ideen und Konzepte Mainstream. Er selbst hat diese andere Bewusstseinsebene Fantasie genannt.

Auch wenn es bei uns nicht darum geht, wissenschaftliche Mysterien zu lösen, so können wir trotzdem Einsteins Methode in unserem Alltag anwenden. Aber wir müssen beachten, dass es nicht darum geht, einem „höheren Wesen“ oder „Gott“ darum zu bitten, uns einen Lösungsweg zu schicken. Auf einer anderen, höheren oder der universellen Ebene ist alles perfekt und es existieren keine Probleme. Wenn wir versuchen, das Universum davon zu überzeugen, dass wir ein Problem haben, wird das nicht funktionieren. Genauso wie es ein wütender Teenager nicht schaffen wird, uns zu überzeugen, dass ihre Problemen ein Grund für ernsthafte Bedenken unsererseits sind – weil wir es besser wissen. Wir wissen, dass sie an dem, was sie gerade durchmachen, wachsen und reifen werden – und meistens nur einen kleinen Perspektivenwechsel brauchen um dies zu erkennen. Abraham Hicks lehrt oft, dass wir nicht erwarten sollen, dass sich das Universum auf eine niedrigere Ebene begibt, um uns zu helfen. Stattdessen sollen wir versuchen, unsere Schwingung so zu erhöhen, so dass wir mit dessen übereinstimmen. Albert Einstein hat somit bewusst den Blickwinkel des Teenagers verlassen und ist bewusst in die Ebene eines Erwachsenen gegangen.

Statt nun mit unserem Problem eins zu werden, lassen wir es vor der Türe stehen und gehen alleine auf Reisen. Wir wissen, dass das Problem da ist, aber lassen es für einen Moment ruhen. Während dessen arbeiten wir daran, uns in unserem Inneren zu verändern. Wir versuchen unser Bewusstsein, unsere Schwingung, zu verändern indem wie uns mit Dingen beschäftigen, die uns Freude bringen und glücklich machen. Wir sind dankbar für all die wunderbaren Dinge, die es in unserem Leben gibt. Und von da aus nutzen wir unsere Fantasie und Vorstellungskraft um in unserem Kopf und unserem Herzen eine Realität zu kreieren, in der es dieses Problem nicht gibt.

Und wenn wir wieder von unserer Reise zurückkommen, existiert das Problem vielleicht gar nicht mehr. Unsere äußere Realität hat sich unserer Inneren angepasst…

 

 

 

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